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01/25/11


Um die Qualifikation in des fachdidaktischen Modulen der Spielsportarten zu unterstützen wurde die Software Simi Scout: Spiel- und Taktikanalyse angeschafft. "Scouting", d.h. das Beobachten eines gegnerischen oder des eigenen Teams oder Athleten, war schon immer ein substantieller Bestandteil des Erfolgs im Sport. Die Analysesoftware Simi Scout macht es möglich, mit Hilfe von dynamischen Bildern oder Bildreihen komplizierte Handlungsabfolgen zu visualisieren und kausale Zusammenhänge zu erfassen. Speziell im Mannschaftssport aber auch in Individualsportarten sind Verhaltensanalysen sowie Technik- und Taktikanalysen ein wichtiger Bestandteil eines erfolgreichen Trainings. Die Software gestattet neben vielen weiteren Funktionen die Veranschaulichung von Aktionswegen, Geschwindigkeiten und Richtungen, sowie das Festhalten von Handlungsketten. Die Analyse lässt sich individuell gestalten. So sind die Kriterien (Attribute) zur Bewertung der Aktionen frei definierbar und können jederzeit geändert werden. Anhand der zugeordneten Attribute lassen sich beliebige Aktionen herausfiltern und einzeln anzeigen. Die gefilterten Daten können auf unterschiedliche Weise dargestellt, beispielsweise in Kombination mit der entsprechenden Videosequenz, und miteinander verglichen werden. Auch projektübergreifende Vergleiche sind dabei möglich. Die Erfassung und die Analyse sind bei Simi Scout auf keine bestimmte Sportart beschränkt. Aufgrund seiner variabel gestalteten Struktur lässt sich Simi Scout auf viele Bereiche anwenden.
Um den Einsatz der Software Simi Scout zu vereinfachen wurde eine fest installierte Videostation mit zwei schwenkbaren Videokameras im Hallenteil des Institut für Sport und Sportwissenschaft angebracht. Mittels der Videostation ist es nun möglich ohne Aufwand relevante Ausbildungssequenzen aus verschiedenen Blickwinkeln aufzuzeichen und im Anschluss zu analysieren. Um die angesprochenen Systeme zu nutzen, nehmen Sie bitte Kontakt zu Ihrem Veranstaltungleiter auf.
01/25/11

Im Jahr 2010 wurde durch den Arbeitsbereich Theorie & Praxis der Sportarten ein Antrag zur Verbesserung der Lehrsituation am Institut dür Sport und Sportwissenschaft an das Präsidium der Universität Kassel eingereicht. Dieser Antrag setzte sich im Wettbewerb mit anderen Fachbereichen der Universität Kassel durch und wurde als förderungswürdig eingestuft. Aus den beantragten Mitteln wurde zur Verbesserung der Ausbildung und der Lehre ein Computer-Informations-Pools am Institut für Sport und Sportwissenschaft eingerichtet, welcher zudem auch als Kommunikationsraum dienen kann. Die technisch hochwertigen Geräte stehen den Studierenden täglich in der Zeit zwischen 10-17 Uhr zur Verfügung. Darüber hinaus wurde der Computer-Informations-Pool mit einem WLAN-Router ausgestattet, welcher einen Netzzugang für Studenten mit privaten Notebooks bereitstellt. Die Ausstattung des Computer-Informations-Pool umfasst im wesentlichen zwei Ebenen. Die erste Ebene dient der Grundlagenausbildung der Studierenden. So stellt der Einsatz von zeitgemäßen DV- und Medienressourcen eine notwendige Arbeitsgrundlage in Lehre und Forschung dar. Die Studierenden sollen auf die schulischen Anforderungen neuer Informations- und Präsentationstechnologien im Sinne von Schlüsselqualifikationen vorbereitet werden. So wurden an fünf im Computer-Informations-Pool verhanden Rechnern Möglichkeiten geschaffen um die wissenschaftliche Recherche, das E-learning, den Download von Internet-Ressourcen (z.B. Videomaterial etc.), die Nutzung von Literaturverwaltungsprogrammen, die Erstellung von Internetpräsentationen und Powerpoint-Präsentationen durchzuführen. Die zweite Ebene stellt eine höherwertige Arbeitsstation und ein Smartboard für die fortgeschrittene fachspezifische Ausbildungsaufgaben dar. Diese Arbeitsstation bietet die Möglichkeit kostenspielige lizenzpflichtige Fachsoftware im Rahmen der Lehre zu nutzen und wird durch den Arbeitsbereich Training & Bewegung verwaltet.
Beantragt werden Geräte in einem finanziellen Rahmen von ca. € 17.000,- zur Verbesserung der Lehre in den Praktika des Schwerpunktmoduls „Leistung und Gesundheit“. Dieses Modul umfasst Bewegungsformen, die insbesondere die pädagogischen Perspektiven Leistung und Gesundheit thematisieren. Zu diesen Bewegungsformen gehören unter anderem alle Arten des alpinen Schneesports wie auch das Inline-Skating. Dieser Antrag wurde mit dem Präsidiumsbeschluss der Universität Kassel vom (14.06.2010) bewilligt.
Der Lehrplan fordert einen mehrperspektivischen Sportunterricht, der Schülerinnen und Schülern Erfahrungen von der Vielfalt sportlichen Sinns ermöglichen soll und ihnen so die verschiedenen Sinngebungen - über das Motiv der Verbesserung der motorischen Leistungsfähigkeit hinaus - zugänglich macht und diese mit ihrer persönlichen Erfahrungs- und Erlebniswelt verknüpft (vgl. Hessischer Lehrplan Sport G8, 2005). Mit den Bewegungsformen Ski Alpin und Snowboard sowie Inline-Skaten aus dem Bewegungsfeld „Rollen – Gleiten – Fahren“ werden die verschiedenen pädagogischen Perspektiven beispielhaft angesprochen (vgl. Hessischer Lehrplan Sport G8, 2005). Die Perspektiven Gesundheit und Leistung stehen dabei im Vordergrund. Darüber hinaus bieten die verschiedenen Disziplinen aber weitere Erlebnisräume und Bewegungserfahrungen. Der Unterricht in den Schneesportarten Ski und Snowboard muss sich gleichermaßen mit Sicherheits- und Ausrüstungsfragen, mit Fragen des Umweltschutzes und mit dem angemessenen Verhalten des Einzelnen und der Gruppe auf Pisten sowie bei der Benutzung alpiner Beförderungsanlagen befassen. Als bewegungsverwandte Sportart ist Inline-Skating losgelöst von räumlichen Zwängen und kann sowohl in der Stadt als auch in der Natur betrieben werden. In Wettkämpfen, wie Speed-Skating, und Spielen, wie Inline-Hockey ist Leistung, Kooperation und Teamgeist gefragt. Wagnis und Mut der Kinder und Jugendlichen werden beim Lauf auf Inline-Skates besonders in Skate-Parks gefordert. Letztendlich erfordert die Sportart ganz in der Tradition ihres Ursprungs, dem Eislaufen, eine kreative Gestaltung von Bewegung.